Nils 1616Nach nun fast einem Jahr Vorbereitung und Organisation war es zwischen dem 3.-19.08.2019 endlich soweit. Wir sind mit einer kleinen Delegation an Rovern und Leitern nach Namibia aufgebrochen, um ein neues Land zu erkunden, Freunde zu finden und mit der Hoffnung, am Ende einen neuen Partnerstamm gefunden zu haben. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir vor Ort mit offenen Armen empfangen wurden und wollen allen herzlich Danken, die uns so eine wunderbare Reise und den Austausch ermöglicht haben! Ganz besonders der Familie von Katja, unserer Pfadileiterin, sowie den Pfadfindern der 5. Windhoek. Aber nun zum Reisebericht...

Am 03.08.19 ging es los, elf Rover und Leiter machten sich auf den Weg ins Abendteuer. Erste Station war der Frankfurter Flughafen, dort setzten wir uns in den Flieger und etwa elf Stunden später landeten wir in Windhoek. Müde von der langen Reise holten wir noch schnell unsere Mietautos ab und fuhren dann zu unserer ersten Unterkunft bei den Katjas Eltern in Windhoek.

Die ersten Tage haben wir dann in der Hauptstadt verbracht. Dort machten wir Stadtrundfahrten, bewunderten mit einigen Pfadfindern der 5. Windhoek den südlichen Sternenhimmel, sahen der Sonne beim untergehen von der "Kaffeemühle" aus zu. Dabei handelt es sich um das Nationalmuseum Namibias und bietet einen wunderbaren Ausblick über die gesamte Stadt. Zudem war noch Zeit dem Daan Viljoen, einem privaten Natur- und Wildpark einen Besuch abzustatten. Dort trafen wir dann auch auf unsere ersten Wildtiere in Form von Giraffen, Wartenschweinen und einer Menge Vögel

Ein paar Tage später machten wir uns auf den Weg nach Swakopmund an die Küste. Am ersten Abend dort genossen wir den Sonnenuntergang vom Strand aus und hatten das Glück, im Pfadfinderheim der deutschen Pfadfidner vor Ort unterzukommen. Den nächsten Tag ging es dann nach Walvis Bay, ein paar Kilometer südlich von Swakopmund, Flamingos beobachten und anschließend sind wir auf die Düne 7 geklettert. Nachmittags hat sich die Gruppe geteilt. Ein Teil stürzte sich todesmutig in den Atlantik, während der andere einen gemütlichen Stadtbummel bevorzugte. Abends ließen wir uns dann beim Sonnenuntergang in den Dünen von Wind und Sand panieren. Am Freitag stand noch ein Besuch im Aquarium auf dem Programm und anschließend wurden die Autos wieder beladen und die Reise ging weiter.

Es ging zum Zelten auf die Farm Habis von Katjas Großeltern. Den Abend verbrachten wir mit ihrer Familie am Lagerfeuer. Am nächsten Morgen durften wir eine erste Farmrundfahrt machen. Katjas Bruder saß am Steuer und wir standen alle auf der Ladefläche, genossen das Gefühl von Freiheit und versuchten uns nicht von den Dornenbüschen erwischen zu lassen. Letzteres hat bei manchen mehr, bei anderen weniger gut funktioniert, aber diejenigen konnten dann wenigstens erzählen sie hätten es mutig mit dem Löwen aufgenommen. Bei einer anderen Rundfahrt zeigte man uns die Stellen im Berg, an denen früher versucht wurde Mamor abzubauen. Am darauffolgenden Sonntag machten wir einen Ausflug zur Spitzkoppe. Dort konnten wir die jahrhunderte alten Bushman Paintings unter einem versvorsprung begutachten und den Ausblick über die ganze Umgebung genießen. Nach einer ruhigen Nacht packten wir wieder unsere Sachen und es ging weiter in Richtung des Etosha Nationalparks im Norden des Landes.

Auf einem Campingplatz in der Nähe des Parks schlugen wir dieses Mal unsere Zelte auf. Noch vor den ersten Sonnenstrahlen ging es dann los den Etosha. Der Nationalpark ist etwas größer als Hessen und umfasst die Etosha-Salzpfanne, Savannen, Grasland, Trockenwälder und zahlreiche (künstliche) Wasserstellen für die 581 nachgewiesenen Tierarten. Es dauerte deswegen auch nicht lange bis wir die ersten Springböcke, Zebras und Giraffen entdeckten. Später am Tag fanden wir dann auch noch Strauße, Elefanten und sogar Nashörner. Nur die Löwen wollten sich einfach nicht zeigen. Zurück am Campingplatz wurde gekocht und dann ging es auch schon früh wieder ins Bett, da es am nächsten Morgen auch wieder vor dem Sonnenaufgang los gehen sollte. An diesem Tag hatten wir dann auch mehr Glück mit den Löwen, in der Ferne konnte man ein schlafendes Löwenpärchen erahnen.

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück nach Windhoek zu Katjas Eltern. Hier sollten wir noch einmal die restlichen Pfadfinder  der Gruppen dort kennen lernen und nahmen an einer ihrer Truppstunden teil. Zusammen spielten wir Spiele, machten Eis und nutzten die Gelegenheit für den Austausch von Ergahrungen, Geschichten und Halstüchern. Die letzten Tage dieser Reise nutzten wir die Sonne noch einmal richtig aus, ließen uns am Pool brutzeln und besorgten noch ein paar Souvenirs auf einem der vielen Straßenmärkte. Sonntag Abend hieß es dann noch ein letztes Mal Sachen packen, denn am früh am nächsten Morgen ging unsere Fahrt zu Ende.

Wir freuen uns schon darauf, wenn wir Besuch von unseren neuen Freunden bekommen und hoffen darauf sie bald bei uns begrüßen zu dürfen! Bis dahin bleiben uns die neuen Erfahrungen, glücklichen Momente und nette Menschen auf jeden Fall in guter Erinnerung und werden ganz sicher noch oft an dieses schöne Land und die Reise zurückdenken...